Montag, 27. August 2012

Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss nach Bolivien gehn...



Kennt ihr das Kinderlied (http://www.youtube.com/watch?v=i63doTso8FY) noch ;)?
Gestern  haben wir (Janna,Janina,Anna,Andrea,Ich) an einem Projekt teilgenommen und als "Handwerker" geholfen, Häuser fertig zu stellen. Das Projekt heißt "un techo para mi país" (Ein Dach für mein Land) und ist eine Stiftung, die sich als Ziel gesetzt hat, eine Unterkunft für alle Bewohner eines Landes zu schaffen. Betreut und geführt wird diese Stiftung von freiwilligen Studenten und jungen Leuten. Sie wurde 2001 in Chile gegründet und inzwischen gibt es die Stiftung fast in allen Ländern Lateinamerikas. So haben wir uns also am Sonntagmorgen um 8 Uhr in Santa Cruz getroffen und sind dann zusammen zu einer Sporthalle gefahren (außerhalb von Santa Cruz). Dort wurden wir dann in verschiedene Gruppen eingeteilt und jede Gruppe hatte einen "Chef".
Jede Gruppe war dann sozsuagen zuständig für ein Haus. Da sie an den Häusern schon die Wochenenden davor gearbeitet hatten, mussten wir "nur" noch Moskitonetze anbringen und streichen. Ich war mit Janna und unserem Chef Kevin in einer Gruppe und somit zuständig für ein Haus. Die Häuser werden für Familie gemacht, die sehr wenig Geld haben und in eigenen "zusammengebastelten" Hütten wohnen müssen. Oftmals sind die Leute auch krank und haben einfach nicht die Kraft/finanziellen Mittel, sich so ein Haus zu bauen/leisten.
Janna und ich haben dann wie gesagt die offenen Stellen des Hauses mit Moskitonetzen zugenagelt und haben danach noch innen gestrichen. Vielleicht hört sich das nach wenig an, aber es war wirklich ziemlich anstrengend. Aber wir hatten dennoch so megaaaa viel Spaß und mussten so viel lachen, da anfangs einfach gar nichts geklappt hat und wir sogar zu dumm waren, ganz normale Nägel in Holz zu schlagen.  Als es dann um 7 Uhr dunkel war, konnten wir leider nicht mehr weitermachen und sind zu den anderen drei deutschen und ihrem Haus gefahren. Bei ihnen war gerade noch die Übergabe des Hauses an die Familie. Ein emotionaler Moment, der bei unserem Haus nicht stattfinden konnte, da die Familie gar nicht da war.
Alles in allem war dieser Tag eine interessante Erfahrung und es tut wirklich gut, wenn man sieht, wie die Familie leben müssen und dass man dann da helfen kann und ihnen eine Freude bereiten kann.
Die Häuser die für die Familie gebaut werden, kann man sich nicht so vorstellen wie bei uns in Deutschland. Deshalb hab ich auch wieder ein paar Bilder. Bei uns wären diese Häuser vielleicht Baumhäuser für Kinder. Da wird einem bewusst, in welcher Armut, die Menschen hier in Bolivien zum Teil leben müssen und in was für einem "Überfluss" wir in Deutschland leben.

1 Kommentar:

Chris hat gesagt…

Hey Anna,

das klingt ja super! Hab noch eine Idee, was ihr mit dem ganzen Müll anfangen könnt: Kreative Kunst herstellen.

Siehe hier ein Bericht von einem SAP Volunteer:
http://www.forbes.com/sites/sap/2012/08/02/recycling-lives-redemption-amid-the-rubbish/2/

Viele Grüße,
Christian