Sonntag, 13. Januar 2013

Mollendo, Arequipa, Cusco, Cochabamba..... ein wunderbarer Urlaub!



So, nun bin ich wieder zurück in meiner "Heimat" Santa Cruz.
Als erstes musste ich mir einen Ventilator kaufen, da ich es nachts bei mehr als 30 Grad wirklich nicht mehr ausgehalten habe. Außerdem habe ich mir dann auch gleich mal ein Moskitonetz gekauft um vor jeglichen kleinen, gruseligen Tierchen geschützt zu sein.

Jetzt mal zu meiner Reise:

Die ersten Tage --> Bus, Bus, Bus 

Eigentlich wollten wir am 22.12.12 um 14 Uhr von Santa Cruz losfahren nach La Paz. Leider war aber total viel los beim Busterminal, weil jetzt eben Weihnachts- und Reisezeit war (daran haben wir natürlich nicht gedacht). Somit konnten wir dann erst für 18 Uhr Tickets nach La Paz ergattern.

Radwechsel
So fuhren wir also abends los nach La Paz. Von dort sind wir dann gleich weiter nach Copacabana. Copacabana ist ein kleines Städtchen am wunderschönen Titicacasee. Auch dort hatten wir nicht lange Aufenthalt und es ging gleich weiter nach Puno. Puno liegt dann schon auf der peruanischen Seite des Titicacasees. Beim „Grenzübergang“ hat zum Glück alles gut geklappt und wir konnten mit unserem Visum superleicht die Grenze pasieren. Auf der Strecke nach Puno ist dann mitten in der Nacht mal wieder ein Reifen geplatzt. Naja, so langsam, gewöhnt man sich dran J. Wir mussten dann alle draußen in eisiger Kälte bestimmt eine Stunde warten, bis das Rad gewechselt wurde.



Kreuze am Wegesrand
Um 23 Uhr kamen wir dann in Puno an und sind dann gleich weiter gefahren nach Arequipa, einer wunderschönen Stadt in Peru. Dort kamen wir dann morgens um 5 Uhr an und hatten eine Stunde Aufenthalt in Arequipa bis es weiter ging nach Mollendo. Heute wünschte ich, ich könnte diese Stunde rückgängig machen, weil in dieser Stunde ist wirklich was sehr trauriges passiert. Wir waren an dem großen Busterminal, haben unser ganzes Gepäck auf einen Haufen gelegt und eine hat immer darauf aufgepasst, während die anderen aufs Klo sind, telefonieren, essen etc…. Als wir dann aufbrechen wollten, habe ich gemerkt, dass meine Tasche fehlt. In dieser Tasche waren meine Spiegelreflexkamera, Ipod, Nintendo, Impfpass und Sonnenbrille.Dann haben wir noch einen Sicherheitsmann gefragt, ob  er vllt was gesehen hat, aber keine Spur. Somit war es klar: meine Tasche wurde geklaut. Wahrscheinlich war da eben ein Profidieb am Werk, der sich die Tasche sofort weg geschnappt hat, als wir nicht geschaut haben. Das hat mich wirklich sehr traurig gemacht, weil es halt auch noch am Weihnachtsmorgen (24. Dezember) passieren musste.  Aber ich wollte mir dann auch nicht meine ganze Reise durch dieses Unglück versauen lassen und hab somit versucht, das alles ziemlich schnell zu verdrängen, was eigentlich auch ganz gut geklappt hat.
Ja, wie man merkt, bestand der Anfang unserer Reise aus ziemlich viel Bus fahren. Aber als wir dann in Mollendo waren, hatten wir unser erstes Ziel erreicht. 

Eindrücke während der Busfahrt 









Im Hintergrund kann man schon unser Ziel sehen: das Meer!



















interessante Landschaft





















Mollendo am Meer --> unser erstes Ziel

Mollendo ist ein kleines Touristenstädtchen in Peru am Meer. Hier wollten wir zusammen Weihnachten verbringen. Zuerst haben wir uns eine kleine,nette Unterkunft gesucht, sind dann Pizza essen gegangen und am Mittag sind wir an den Strand und haben das Meer genoßen. Es war zwar wirklich kalt, aber die guten, hohen Wellen haben das dann wieder ausgeglichen. Hat wirklich riesen Spaß gemacht.
Dann sind wir irgendwann zurück, haben uns fertig gemacht und wollten dann eigentlich noch in die Kirche, aber leider hat das dank der bolivianischen Informationen bezüglich der Uhrzeit (jeder sagt irgendwas anderes) nicht geklappt. Deshalb sind wir gleich los und haben dann schön ruhig den Heiligen Abend mit einer Kerze am Strand verbracht. Es war zwar ein komisches Gefühl, an Weihnachten so weit weg von der Familie und Freunden zu sein, aber trotzdem war es eine super Erfahrung.
In Peru/Bolivien glaubt man, dass das Jesuskind um Mitternacht geboren wurde. Deshalb fiebern die Leute der Mitternacht entgegen und dann um 24 Uhr gibt es ein großes Feuewerk. Das ganze erinnert etwas an Silvester
Am nächsten Tag waren wir dann um 10 Uhr noch im Weihnachtsgottesdienst, aber so wirklich schön und rührend, wie ich das von Deutschland an Weihnachten gewöhnt bin, wars leider nicht.

Bilder von Mollendo

Markt in Mollendo


Bananentransport


Weihnachtsbaum aus Klopapierrollen








Feuerwehrauto 
Weihnachtsanrufe in die Heimat am Heilig Abend



















Aussicht von unserem Hostel
Wenn man ganz genau hinschaut, kann man da hinten das Meer erkennen
Aussicht auf den Strand





Janna, Janina und ich



Sogar den Weihnachtsmann haben wir am 24.12  getroffen




Bescherung am Strand

















Arequipa

Mc Donald´s 
Danach sind wir wieder zurück nach Arequipa gefahren und sind auch erst mal wieder auf die Suche nach einem Hostel gegangen und haben auch mit der Hilfe des Taxifahrers sofort eins gefunden. Arequipa liegt auf ca. 2400m und ist eine der ältesten Städte Perus und war lange Zeit ein wichtiges Handelszentrum für die spanischen Kolonien. Heutzutage ist es vermutlich die zweitgrößte Stadt Perus. Wenn man durch die Straßen läuft, fällt einem der koloniale Baustil auf und alles ist auch sehr weiß, deshalb hat Arequipa auch den Beinamen - Die weiße Stadt. Danach sind wir zum Reisebüro und haben uns für eine Rafting-Tour für den nächsten Tag entschieden und freuten uns schon riesig drauf. Danach sind wir noch ein bisschen zu Fuß durch Arequipa gelaufen und haben einen Mc Donalds entdeckt. Das war natürlich ein ganz besonderer Moment, da wir in Bolivien sowas nicht haben ;). Dann haben wir uns gleich mal ein Eis gegönnt. 
Am nächsten Tag stand nun also unsere Raftingtour auf dem Programm. Mit voller Freude sind wir dann los zum Reisebüro. Dort wurde uns leider mitgeteilt, dass heute das Wetter zu schlecht wäre und somit wurde die Raftingtour abgesagt und wir haben unser Geld wieder zurück bekommen und waren aber auch ziemlich enttäuscht, weil wir uns alle schon so sehr gefreut hatten. Dann sind wir eben mit dem Taxi zum Fluss gefahren und haben uns dort einen schönen, bequemen Mittag gemacht, was dann letzendlich auch schön war. An diesem Abend ging es dann weiter nach Cusco.


Bilder von Arequipa

typisch peruanisch, Kartoffeln mit würziger Soße









Die "Plaza" von Arequipa




Dieses Gäschen erinnerte mich irgendwie an Italien





schöne Püppchen


Unser Ausflug an den Fluss




Am Fluss
















Am Fluss in den Bäumen entdeckten wir grüne Papageien






















Cusco - Machu Pichu 

In Cusco kamen wir ziemlich früh an. Nun war unser nächstes Ziel: Machu Pichu! So hieß es nun Informationen beschaffen… Letzendlich entschieden wir uns dann für die billigste Variante mit dem Sprinter nach Aguas Calientes (liegt am Fuße von Machu Pichu) zu fahren und nicht mit der Bahn.  Dies haben wir dann für den darauffolgenden Tag gebucht.
Cusco ist die ehemalige Hauptstadt des Inkareichs. Die Stadt hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es gibt enge Gassen, schöne Gebäude und hübsche Plätze (alles ziemlich europäisch). Da Cusco aber sozusagen das Portal für Machu Pichu ist, gibt es dort sehr viele Touristen. Man kann also keine drei Meter gehen, ohne dass man angebettelt wird oder einem ein Restaurant nahe gelegt wird... 

Bilder von Cusco

Die "Plaza" von Cusco


"Vival el Perú" ... Es lebe Peru!


Über den Dächern Cuscos..


......


.....


Wer erkennt das Tier auf dem Bild ;)?




Machu Pichu


Nun ging es los. Die Abfahrt zu Machu Pichu. Um 8 fuhr der Mercedes Benz Sprinter voll besetzt los. Die Fahrt hat gute 7 Stunden gedauert und ich hatte kaum Platz für meine langen Füße. Hin und wieder hatte ich auch ein bisschen Angst, denn der ganze Weg bestand nur aus Schotterpiste und manchmal war der steile Abhang nicht ein halber Meter entfernt. Die Landschaft hat aber auch wieder einiges gut gemacht. Wir sind immer an einem sehr interessanten, riesigen Fluss entlang gefahren und um uns herum war Dschungel mit Bananenstauden und vielen verschiedenen grünen Pflanzen und gewaltigem Gebirge. Nach der anstrengenden Fahrt kamen wir irgendwann in Hidroelectrica an. Von hier aus gab es die Möglichkeit mit dem Zug weiter zu fahren nach Agua Calientes oder den Fußweg zu nehmen. Wir entschlossen uns dann für den Fußweg. Es war zwar wieder ein bisschen anstrengend, aber die Natur war auch wieder sehr schön J. Als es dann dunkel wurde kamen wir in Aguas Calientes an und fielen mit voller Freude auf den nächsten Tag todmüde ins Bett. Aguas Calientes ist ein reines Touristendorf, dass eigentlich nur aus Hotels, überteuerten Restaurants und Souvenirläden besteht.
Heute stand nun der Besuch der Inkastadt Machu Pichu auf dem Programm. Machu Pichu ist eine über Jahrhunderte vergessene Inkastadt und gehört sogar zu den neuen Weltwundern (falls ich das richtig verstanden hab). Sie wurde erst ca. 1911 entdeckt, denn durch seine abgelegene Lage wurde Machu Pichu von den spanischen Eroberern nicht gefunden und daher von der Zerstörung verschont. Wir sind ganz früh aufgestanden und los maschiert, denn wir hatten uns mal wieder für die fleißige Weise entschieden und sind zu Machu Pichu hoch gelaufen, anstatt mit dem Bus zu fahren. Das war aber wirklich sehr sehr anstrengend. Die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch und es waren über 1000 Treppenstufen bis zum Ziel. Ich war wirklich sehr erleichtert und froh, als ich das Ziel sehen konnte. Dann hatten wir eine Führung durch Machu Pichu. Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt und es hat durchgehend geregnet und war ziemlich kalt. Das war zwar schade, aber es hat sich trotzdem alles gelohnt. Machu Pichu ist wirklich beeindruckend und sehr spektakulär.

Bilder von Machu Pichu
Auf dem Weg nach Agua Calientes kam es öfter mal vor, dass ein Wasserfall und somit eine riesige Wasserpfütze den Weg "versperrte".. aber für unseren Fahrer, war das natürlich kein Problem




Auch diese wackelige Brücke mussten wir mit unserem schweren Sprinter überqueren


Seht ihr da rechts im Bild an dem Berg die Straße?
Da sind wir entlang gefahren.


Perurail - Der Zug von Hidroelectrica nach Aguas Calientes






Gruppenbild auf einer Brücke




Hütte mitten im Dschungel




die Treppenstufen nach Machu Pichu hoch


Aussicht während der Wanderung


Endlich geschafft! 




Shooting in Machu Pichu


Machu Pichu bedeckt von Nebel






Janna und ich


Sogar die Lamas haben Machu Pichu entdeckt



Führung. Wäre ein Regenponcho vielleicht doch eine sinnvolle Investition gewesen?




 Nicht mal bei Nässe und Kälte haben wir die gute Laune nicht verloren


Wer entdeckt uns ;)?

Die Terassen, die man rechts im Bild sieht, wurden von den Inkas angelegt für den Ackerbau. Somit war die Versorgung der Bevölkerung abgesichert. 


Im Zug auf der Rückfahrt nach Hidroelectrica. Ich glaub die Anstrengung steht uns ins Gesicht geschrieben ;).
















Silvester
An Silvester kamen wir dann wieder in La Paz/Bolivien an und haben dort „silvestert“.
Überall gab es gelbe und rote Unterwäsche zu kaufen. Zuerst dachte ich, ob das der neue Trend in Bolivien ist und ich was verpasst habe, aber nach einem Gespräch mit zwei Mädels wurde uns die Bedeutung dieser Unterwäsche klar. Denn in der Silvesternacht gelbe Unterwäsche zu tragen soll Glück für das neue Jahr bringen und die Bedeutung der roten Unterwäsche habe ich schon wieder vergessen. Wirklich verrückt diese Bolivianer...


La Paz kurz vor Mitternacht





Straßenstand mit Silvesterknaller


FELIZ 2013!!




"Casa de la Democracia" - Haus der Demokratie in La Paz















Zwischenseminar 


Nun bestand der letzte Abschnitt unserer Reise aus dem Zwischenseminar.
Von unserer Organisation gab es vor unserer Abreise ein Vorbereitungssemianr und nun in Bolivien ein Zwischenseminar und danach dann in Deutschland wieder ein Nachbereitungsseminar.
Das Zwischenseminar fand in Cochabamba (viertgrößte Stadt Boliviens) statt und ganz zufällig hatte unsere Organisation das zusammen mit der Organisation von Tami und somit hatten wir das gleiche Seminar und konnten zusammen ne schöne Woche verbringen.


An einem Tag haben wir eine Wanderung gemacht an einem Fluss entlang, was zwar wirklich anstrengend war in der Hitze, aber es hat auch Spaß gemacht und es war wirklich eine schöne Landschaft: 



Santa Cruz (Anna) - La Paz (Tami) - Santa Cruz (Johanna) --> Milchschnitte


Sportverein Mariazell (SVM) war auch hautnah dabei






schöne Landschaft








Esel und Kakteen






Wir haben uns dann entschieden unsern Aufenthalt nach dem Seminar in Cochabamba noch für zwei Tage zu verlängern, denn wir wollten alle noch Paragliden. So ging es dann also früh morgens hoch auf einen Berg, wo dann das Paragliden statt fand. Es war wirklich ein geiles Gefühl in dem Himmel Cochbambas zu "schweben" und hat mega viel Spaß gemacht. Leider hab ich davon noch keine Bilder.


Fazit: Insgesamt war es eine sehr schöne Reise. Wir sind zwar auch viel im Bus gesessen, aber es hat sich jedes mal gelohnt. Peru ist wirklich ziemlich teuer, oder zumindest die Touristenstädte, in denen wir waren. Da freut man sich dann wieder auf das günstige Bolivien. 

Samstag, 22. Dezember 2012

Ganz liebe Weihnachtsgrüße!


Hallo meine Lieben,

hiermit verabschiede ich mich mal für die nächsten drei Wochen. Am Samstag geht meine Reise los mit dem Bus nach La Paz (ca. 18 Stunden) und danach von La Paz nach Peru ans Meer J. Dort werden wir dann hoffentlich schöne Weihnachten verbringen. Danach wollen wir weiter reisen nach Cuzco und auch Machu Pichu besuchen. Über Silvester wollen wir dann wieder in La Paz sein und am 2. Januar beginnt dann schon unser Zwischenseminar in Cochabamba. Ich werde mit Johanna,Janna und Janina reisen, die auch mit mir in der WG wohnen. Ich freue mich schon riesig darauf und hoffe, dass alles ohne größere Komplikationen klappt.
Bei der Arbeit haben wir das Jahr mit einer großen Weihnachtsfeier abgeschlossen. Zuerst haben wir uns alle verkleidet und geschminkt und danach ging es mit Trommeln und ganz vielen Kindern durch die Straßen des Viertels. Unser Ziel dabei war es, noch mehr Kinder „zusammen zutrommeln“, da alle zu diesem Fest eingeladen waren. Danach gaben einige Clowns ihr Programm zum Besten, was allen Kindern und auch Eltern ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte ;). Als krönender Abschluss gab es dann Schokomilch und einen Muffin für alle (gratis).
Drei Kinder von meinem Englischkurs haben mir sogar noch gebastelte Kleinigkeiten und Schmuck geschenkt. Das hätte ich wirklich nicht erwartet und hab mich deshalb umso mehr gefreut.
Ich wünsche euch allen (wenns soweit ist) frohe und hoffentlich weiße Weihnachten!
Und noch später dann natürlich nen guten Rutsch ins Jahr 2013.


Mein Mitfreiwilliger Kilian hat ein Video zusammen geschnitten über den „schönen“ Weihnachtsschmuck in Santa Cruz. Dabei sieht man den Hauptplatz im Zentrum, wo zur Zeit abends immer die Weihnachtsgeschichte mit Zeichentrickfiguren auf einer Leinwand gezeigt wird:



Umzug durch das Viertel

Unser Clown Pedro Pajarito anamiert die Kinder

Bei der Weihnachtsfeier..

Frohe Weihnachten!

Weihnachtsfeier..

Schlange für die Schokomilch und Muffins


Weihnachten bei Sonnenschein unter Palmen :)! Liebe Grüße hiermit an das kalte Deutschland.



Ich mit den beiden Amerikas und Frodo

Letztens haben wir den Schuppen, in dem immer alle unsere Aktivitäten statt finden, angemalt


Letztes Wochenende hatte ich Besuch von Tami.. Jetzt dürft ihr mal raten ;). Welcher Fuß gehört zu La Paz welcher zu Santa Cruz ?!


Tami und ich haben einen schönen Ausflug an eine Lagune gemacht


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Weihnachtsstimmung in Santa Cruz

Während ich immer wieder von eurer Seite höre, wie kalt es ist und wie viel Schnee ihr habt, ist es bei mir immer noch sehr sehr warm. Zur Zeit ist aber auch die Regenzeit, das bedeutet hier aber nicht, dass es jeden Tag regnet, sondern es kann immer mal wieder plötzlich zu einem monsunartigen Regenschauer kommen, der dann aber meist nach 5 Minuten schon wieder vorbei ist. Sonst hat es gerade jeden Tag so um die 35 Grad.
Aber natürlich fehlt mir jetzt an Weihnachten schon ein bisschen der Schnee,die Kälte und die Familie. Das, was halt zu so einer besinnlichen Weihnachtszeit so dazu gehört. Aber ich freue mich natürlich auch schon auf das diesjährige Weihnachten und bin mal gespannt wie es so wird. Ich habe hier mal noch ein paar Bilder von dem Weihnachtsschmuck auf der „Plaza Principal“. Also die Plaza Principal ist im Zentrum von Santa Cruz und sozsuagen der „Hauptplatz“ wo sich auch die Kathedrale befindet. An jedem Baum hängen hässliche, bunte, blinkende, singende Lichterketten und in der Mitte befindet sich eine leuchtende, mega kitschige Grippe.
Es gibt auch zur Zeit an jeder Ecke Plastikweihnachtsbäume zu kaufen. Ich glaube, es gibt kaum ein Bolivianer, der sich einen „echten“ Weihnachtsbaum, so wie wir das in Deutschland kennen, ins Wohnzimmer stellt.

Hiermit möchte ich euch auch jetzt allen eine schöne , besinnliche Adventszeit wünschen!




Palmen auf der Plaza mit "wunderschönen" Lichterketten ;)


Die Krippe auf der Plaza

Beim Aufbauen (wollt ihrs nicht lieber lassen ;)?)


Da findet man sogar zwei kleine Nikoläuse :)

Freitag, 7. Dezember 2012

Hochzeit mal anders :)!

Am Wochenende waren wir deutschen Mädels bei einer traditionellen Hochzeit eingeladen .
Von einer bolivianischen Freundin die Mutter ist die Patin der Braut und dann wurden wir auch einfach mal alle eingeladen – Bolivien halt J (sowas gäbs in Deutschland glaub nicht, dass einfach mal eine Woche davor 8 Mädels eingeladen werden zu nem Ehepaar, dass man nicht mal kennt ;)).  Irgendwie waren wir aber glaub nur abends zum Feiern eingeladen und nicht in die Kirche (alles bissl kompliziert, hab das auch nicht so wirklich kapiert). So um halb 12 abends waren wir dann mal bei der Hochzeit und um halb 1 gabs dann für jeden einen großen Teller mit Fleisch,Reis und Kartoffeln. . In einem größeren Saal wurde mit viel Alkohol, lauter Musik und Tanz gefeiert. Der Alkoholkonsum war wirklich enorm, und jeder, wirklich jeder war daran beteiligt: Von 15-16-jährigen Jugendlichen bis hin zu alten Frauen und Männern waren am Ende glaub ich die meisten betrunken. Und so betrunken die Leute waren, so ausgelassen wurde auch gefeiert. Getrunken wurde hauptsächlich Bier.
Als wir ankamen war gerade die „Geschenkübergabe“. Die folgendermaßen aussieht: das Brautpaar steht vorne und dann stellen sich die Leute in einer Schlange auf und gratulieren beiden und pinnen dann dem Bräutigam oder der Baut Geldscheine an den Anzug.In unserem Fall hat jede Einzelne umgerechnet ca. 2 Euro an den Anzug hingepinnt J Danach kriegt jeder der Beteiligten eine Hand Konfetti über den Kopf - was das bedeuten soll habe ich noch nicht herausfinden können
Im Laufe des Abends wurde dann (wie in Deutschland) von der Frau der Brautstrauß (was in diesem Fall eine einfache Plastikblume war) geworfen, sowie auch von dem Mann was geworfen wurde. Ein anderer Brauch, der mir auf dieser Hochzeit auffiel, war das Verschütten der Getränke auf den Boden. Das hat mit der Pachamama (=Mutter Erde) zu tun. Ob die Ernte gut ausfällt und die Familie gesund bleibt hängt vom Segen der Mutter Erde, Pachamama ab. Soll Pachamama ihren Segen geben, so muss gut für sie gesorgt werden, denn sie ist nicht gnädig sondern gerecht. Deshalb wird immer bevor man trinkt einen kleinen Schluck auf den Boden gekippt für die Mutter Erde J. Irgendwann ging es dann mit tanzen los und zum Teil haben wir auch mit den traditionell gekleideten Cholitas getanzt, was echt spaßig war J. Eigentlich wollten wir dann am Ende warten bis die Hochzeitstorte angeschnitten wird, aber als diese um halb 4 immer noch nicht angeschnitten war, haben wir uns für den Rückweg entschieden.Alles in allem war die Hochzeit wirklich interessant und hat auch sehr viel Spaß gemacht.  




Wir mit dem Brautpaar in der Mitte

Beim "Anpinnen" der Geldscheine

traditonell gekleidete Frauen mit Konfetti auf dem Kopf

Hochzeitstorte





Donnerstag, 22. November 2012

Censo en Bolivia - Volkszählung in Bolivien


Gestern war mal wieder ein ganz besonderer Tag in ganz Bolivien, denn es stand die Volkszählung an.
An diesem Tag war es verboten seine Häuser zu verlassen. Die ganzen Straßen waren leer gefegt und man sah nur Polizisten und die Freiwilligen, die bei der Zählung halfen.  Das große Santa Cruz, das sonst immer so mega laut und chaotisch ist, wurde plötzlich zu einem ganz stillen „Städtchen“. Um 11 Uhr morgens ungefähr kam dann ein Jugendlicher mit verschiedenen Formularen und jede Einzelne von unserer WG wurde befragt und von dem „Zähler“ wurde dann so ein Formular über uns ausgefüllt.

Diesen freien Tag, den man zuhause verbringen musste, haben wir dann dazu genutzt Weihnachtsplätzchen zu backen. Wirklich ein komisches Gefühl bei 30 Grad Weihnachtsmusik zu hören und Weihnachtsplätzchen zu backen. Bei den Schulen hier fangen jetzt auch die Sommerferien an. Ich glaube, dass ich bei dem Klima nie so wirklich in Weihnachtsstimmung kommen werde. Es fühlt sich einfach immer noch so an, als hätten wir Juli oder August aber niemals wie Mitte November.

Freitag, 16. November 2012

Der Alltag ist da

So langsam aber sicher kann ich sagen, dass sich nach mehr als drei Monaten hier in Santa Cruz jetzt der Alltag eingeschlichen hat. Klar begegnen einem jeden Tag noch neue Sachen, von denen man überrascht ist, aber so die Tagesabläufe sind so ziemlich jeden Tag die gleichen.
Trotzdem gibt es ein paar Neuigkeiten, oder Dinge von denen ich euch gerne berichten möchte:


1.  Ich hab leider zur Zeit Läuse. Eine Freundin die in einem Mädchenheim arbeitet, wurde von ihren Mädels „angesteckt“ und als sie es noch nicht wusste, hat sie mich auch angesteckt und so blieb die Laus dann auch von meinem Kopf nicht fern. Deshalb heißt es jetzt jeden Tag Haare mit Läuseshampoo waschen und danach ewig lange mit dem Läusekamm durchkämmen, aber es wurden schon weniger. Ich denk, dass ich bald alle loshaben werde J.

     2. Wir haben in unserem Projekt drei Hunde und da ist jetzt letzens leider einer gestorben. Aber natürlich wurde dieser gleich durch einen neuen ersetzt. Jetzt haben wir einen einmonatigen Welpen bei uns rumhüpfen. Wirklich mega süß J!

Das ist Rocky










Ich mit Rocky





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     3. Letzten Dienstag war auch ein besonderer Tag in Santa Cruz. Die Microfahrer und die Marktverkäufer haben gestreikt und haben viele Demonstrationen in den Straßen Santa Cruz veranstaltet. Das heißt, dass der Microverkehr für diesen Tag gestoppt war. So durften auch wir Freiwilligen daheim bleiben, da es keine Möglichkeit gab zur Arbeit zu kommen.  Klar hätten wir uns ein Taxi nehmen können, aber unsere Chefs meinten, dass wir daheim bleiben können. So fühlte sich dann ein Dienstag ziemlich schnell an wie ein Samstag oder Sonntag J. Aber natürlich haben wir die Zeit sinnvoll mit einem gründlichen Hausputz unserer WG genutzt.


Demonstration in unserer Straße


      4. Als wir in unser Haus einzogen hatten wir noch ziemlich viele Kakerlaken. Aber die haben wir jetzt so langsam im Griff. Manchmal verirrt sich noch die ein oder andere Kakerlake in unser Hof, aber im Vergleich zum Anfang, hat die Anzahl wirklich abgenommen. Die letzte Woche hatten wir aber mit ganz anderen Mitbewohnern zu kämpfen in unserer Küche, nämlich mit Mäusen. Nachdem wir dann alles in Tupperdosen gepackt hatten, außer die geschlossenen Verpackungen, dachten wir, dass wir sie loshaben. Aber dann haben sie sogar unseren 4kg- Nudelpack durch die Plastiktüte aufgenagt. Ganz schön hartnäckig. Danach haben wir wirklich alles verstaut außer die Gewürze, da wir dachten, das Mäuse eher keine Gewürze essen. Aber am darauffolgenden Tag haben wir gelernt, dass Mäuse auch Gewürze essen. Seither haben wir wirklich alles in Tupperdosen verstaut und somit auch die Mäuse losbekommen :) .



Verwüstung in unserem Küchenschrank durch die Mäuse

5. Gestern Nacht wurde ich auch von einem schrecklichen Tier aus dem Schlaf gerissen. Ich merkte, wie irgendwas größeres auf meinem Hals sitzt. Ich hab es mit meiner Hand weggemacht und hab dann sofort das Licht angemacht und was seh ich da ? Ein Skorpion. Ich hatte solche Angst :D. Ich find die kleinen Ohrenwitzler in Deutschland ja schon schreckich und dann werde ich nachts plötzlich von einem Skorpion geweckt, der auf meinem Hals sitzt. Aber er hat mich nur bissl gezwickt und zum Glück nicht gebissen oder so J. Ich wusste vorher gar nicht, dass bei uns sowas rumläuft L
Da ist das fiese Ding 

Natürlich lässt sich hin und wieder auch ein schönes Tierchen in unserm Haus blicken, wie dieser Schmetterling.